Tabubrechern bläst der Wind ins Gesicht.
Der zur Bundesbank aufgerückte ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hat die Verhältnisse im multikulturellen Berlin ungeschönt analysiert. Dafür bezog er Prügel von allen Seiten.
SPD-Mann Sarrazin hat im Interview mit der Berliner Kulturzeitschrift „Lettre international“ im Grunde nur ausgesprochen, was viele denken und wissen: Ein Großteil der eingewanderten Türken und Araber sei „weder integrationswillig noch integrationsfähig“; andere Migrantengruppen, wie Vietnamesen oder einige Osteuropäer, hätten weniger Sprachprobleme und integrierten sich besser.
Integration sei eine Bringschuld; „türkische Wärmestuben“ könnten die Stadt nicht voranbringen. Berlin leide insgesamt unter „der 68er-Tradition und dem Westberliner Schlampfaktor. Es gibt auch das Problem, dass vierzig Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden“.
Der politisch korrekte Entrüstungssturm kam postwendend. Sein Arbeitgeber, die Bundesbank, distanzierte sich „entschieden“ von seinen angeblich „diskriminierenden Äußerungen“. Die Gewerkschaft „Ver.di“ bezeichnete den SPD-Politiker reflexhaft als „rechtsradikal“, der umtriebige türkische Lobby-Funktionär Kenan Kolat schimpfte „unerhört“. Die Justiz prüft Ermittlungen wegen „Volksverhetzung“. Politiker von CDU, SPD, Grünen und Linken stimmten einträchtig in den Empörungschor ein. Unterstützung bekam Sarrazin nur vom Bundesvorsitzenden der Republikaner: „In einer freiheitlichen Demokratie darf es weder Tabus noch Denkverbote geben“, kritisierte Rolf Schlierer die „verlogene politische Korrektheit“ der Sarrazin-Kritiker.
Der Gescholtene, der um seinen Job fürchten muss, entschuldigte sich angesichts des massiven Drucks inzwischen und gelobte „mehr Zurückhaltung“. Mancher, dem er aus dem Herzen sprach, wird das bedauern. Machen Sie sich ihr eigenes Bild: Hat der Ex-Finanzsenator wirklich so unrecht?
Sarrazin spricht Klartext
„In Berlin gibt es stärker als anderswo das Problem einer am normalen Wirtschaftskreislauf nicht teilnehmenden Unterschicht.“
„Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht.“
„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“
„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.“
„Ich würde einen völlig anderen Ton anschlagen und sagen: ‚Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen‘.“
Zitiert nach Medienberichten in „Die Welt“, „Die Zeit“, „Junge Freiheit“ u. a.
Quelle: Neue Republik (Nr. 10/09)